Am Freitagabend, dem Vorabend des Tags der deutschen Einheit, gab es in der St. Bonifatius Kirche eine Veranstaltung im Rahmen der Lörracher
„Langen Nacht der Demokratie“.
Ein Team um Barbara Schmid, Felicitas Schepperle, Annette Grave, Matthias Effner und
Herr Harald Kellermann präsentierten Text und Gespräche zum Thema Demokratie.
Sie näherten sich dem Begriff aus zwei Perspektiven.
Zum Einen gab es kurze Auszüge aus der Enzyklika von Papst Leo XIV. Dieses Rundschreiben aus dem letzten Jahr zeigt in eindrucksvoller Weise, wie sehr christliches Leben auch demokratisches Leben ist, dass Respekt, einander Zuhören und der gute Umgang mit Minderheiten essentiell wichtig sind für unsere Gesellschaft und das Miteinander.
Zum Anderen gestaltete das Team Interviews mit Zeitzeugen, Menschen, die nicht-demokratische Lebenssituationen erleben mussten. Der Wert unserer Demokratie wird oft erst sichtbar durch ihre Abwesenheit. Die Interviews zeigten eindrücklich, wie es den Menschen in solch anderen Lebenssituationen ergeht und wie zumindest einige sich auch dann um
ein wohlwollendes Miteinander bemühen.
Umrahmt wurden diese Texte und Gespräche mit stimmungsvoller Jazz-Musik von einem Trio bestehend aus Wolfgang Zumpe (Trompete), Oliver Krause (Piano) und Stephan Laage-Witt (Kontrabass).

Die melodische und einfühlsame Musik des Trios passte wunderbar in den mit Farben
ausgeleuchteten Kirchraum.
Die Veranstaltung war insgesamt gut besucht. Viele Besucher verweilten eine Zeit in der Kirche, ließen die Texte und die Atmosphäre auf sich wirken, und zogen dann weiter zu den anderen Veranstaltungen in der an diesem Abend sehr lebendigen Stadt. Raum, Wort und Klang boten Momente zum Nachdenken und Wohlfühlen in einer angestrengten Zeit.

